Deuces Wild Spiel

Video Poker: Wie man Paytables liest und Full-Pay-Versionen von Jacks or Better und Deuces Wild findet

Video Poker gehört zu den wenigen Casinospielen, bei denen fundierte Entscheidungen den langfristigen Erwartungswert tatsächlich beeinflussen. Im Gegensatz zu Spielautomaten basiert es auf einer klaren mathematischen Struktur: festen Auszahlungstabellen, einem 52-Karten-Deck (oder 53 Karten mit Wild Cards) und einer exakt berechenbaren theoretischen Auszahlungsquote. Im Jahr 2026 bieten sowohl landbasierte Casinos als auch regulierte Online-Anbieter verschiedene Varianten von Jacks or Better und Deuces Wild an. Der Unterschied zwischen einer schwachen und einer starken Paytable kann mehr als zwei Prozentpunkte betragen. Über Tausende von Händen hinweg ist das erheblich. Dieser Leitfaden erklärt, wie man Paytables korrekt liest, wie man Full-Pay-Versionen erkennt und welche typischen Fehler die erwartete Rendite unbemerkt senken.

Die Struktur einer Video-Poker-Paytable verstehen

Eine Paytable zeigt die Auszahlung für jede Gewinnkombination, in der Regel auf Basis eines Einsatzes von einer Münze, wobei der höchste Gewinn bei fünf Münzen ausgezahlt wird. Die angezeigten Werte sind keine Marketingzahlen, sondern bestimmen direkt die mathematische Auszahlungsquote des Spiels. Bereits eine einzige Kreditänderung in einer Zeile kann den Gesamterwartungswert spürbar verändern. Deshalb prüfen erfahrene Spieler die Tabelle, bevor sie Geld einsetzen.

Bei Jacks or Better sind insbesondere die Reihen für Full House und Flush entscheidend. Diese Hände treten häufig genug auf, um die Gesamtrendite stark zu beeinflussen. Eine sogenannte „9/6“-Paytable bedeutet 9 Credits für ein Full House und 6 Credits für einen Flush (bei einem Einsatz von einer Münze). Das gilt als klassische Full-Pay-Struktur. Wenn stattdessen 8/5 oder 7/5 angezeigt wird, sinkt die theoretische Auszahlungsquote deutlich.

Bei Deuces Wild verschiebt sich der Fokus auf Three of a Kind, Four Deuces und die hohen Royal-Auszahlungen. Da alle Zweien als Wild Cards zählen, verändert sich die Wahrscheinlichkeitsverteilung erheblich im Vergleich zu Jacks or Better. Eine Tabelle kann auf den ersten Blick attraktiv wirken, doch wenn die Auszahlung für Four Deuces reduziert ist, sinkt der langfristige Erwartungswert.

Warum kleine Änderungen in der Paytable entscheidend sind

Die Mathematik hinter Video Poker ist präzise. Eine Full-Pay-9/6-Version von Jacks or Better bietet bei optimaler Strategie eine theoretische Auszahlungsquote von rund 99,54 %. Eine 8/5-Version reduziert diesen Wert auf etwa 97,30 %. Zwei Prozentpunkte mögen gering erscheinen, doch bei einem Umsatz von 10.000 € entspricht das mehr als 200 € Unterschied im erwarteten Verlust.

In landbasierten Casinos werden schwächere Versionen häufig in stark frequentierten Bereichen platziert oder unter attraktiven Bezeichnungen angeboten. Entscheidend sind jedoch ausschließlich die Zahlen in der Paytable. Der Name des Spiels sagt nichts über dessen mathematischen Wert aus.

Auch bei regulierten Online-Casinos in Deutschland oder anderen EU-Ländern werden im Jahr 2026 mehrere Konfigurationen angeboten. Seriöse Anbieter zeigen die Paytable transparent im Spielmenü an. Dennoch sollte sie vor dem Spielen stets überprüft werden.

Full-Pay Jacks or Better: Worauf man achten sollte

Der Maßstab für Full-Pay Jacks or Better ist die 9/6-Struktur. Das bedeutet 9 Credits für ein Full House und 6 Credits für einen Flush bei einem Einsatz von einer Münze. Bei einem Maximaleinsatz von fünf Münzen sollte der Royal Flush 4.000 Credits auszahlen. Fehlt dieser Bonus, wird die optimale Einsatzstrategie benachteiligt.

Zusätzlich sollte überprüft werden, ob Four of a Kind 25 Credits pro Münze auszahlt und ob Straight sowie Three of a Kind den Standardwerten von 4 beziehungsweise 3 entsprechen. Abweichungen sind seltener, beeinflussen jedoch ebenfalls die Gesamtquote.

Full-Pay-Versionen sind in stationären Casinos ausserhalb grosser Glücksspielzentren seltener geworden, sind jedoch weiterhin verfügbar – insbesondere bei ausgewählten Online-Anbietern. Im Jahr 2026 veröffentlichen viele lizenzierte Betreiber die RTP-Werte im Hilfebereich, wodurch sich die theoretische Quote von 99,54 % nachvollziehen lässt.

Beispiel: Vergleich zwischen 9/6 und 8/5 Jacks or Better

Angenommen, zwei Geräte stehen nebeneinander. Gerät A zeigt 9 für Full House und 6 für Flush. Gerät B zeigt 8 und 5. Auf den ersten Blick sehen beide identisch aus, doch der Unterschied im Erwartungswert beträgt rund 2,24 % zugunsten von Gerät A.

Spielt eine Person 500 Hände mit 5 € Einsatz pro Hand, werden insgesamt 2.500 € umgesetzt. Bei der stärkeren Variante liegt der erwartete Verlust bei etwa 11,50 €, bei der schwächeren bei rund 67,50 €. Der Unterschied ergibt sich allein aus der Struktur der Paytable.

Dieses Beispiel zeigt, weshalb erfahrene Spieler die 9/6-Struktur auswendig kennen. Ein kurzer Blick auf zwei Zahlen genügt oft, um die Qualität eines Geräts einzuschätzen.

Deuces Wild Spiel

Full-Pay Deuces Wild korrekt erkennen

Deuces Wild ist komplexer, da mehrere anerkannte Paytable-Standards existieren. Die klassische „Full-Pay Deuces Wild“-Version bietet eine theoretische Auszahlungsquote von etwa 100,76 % bei perfekter Strategie. Typischerweise zahlt sie 25 Credits für Four Deuces, 15 für einen Wild Royal (ohne Zweien) und 9 für Five of a Kind.

Viele Casinos bieten jedoch Varianten wie „Not So Ugly Deuces“ (NSUD) an. Hier zahlt Four Deuces meist nur 20 Credits statt 25. Diese einzelne Änderung senkt die theoretische Quote auf etwa 99,73 %. Das Spiel bleibt vergleichsweise stark, erreicht jedoch nicht mehr die 100 %-Marke.

Da die Bezeichnungen variieren können, sollte man sich nicht auf den Spielnamen verlassen. Entscheidend sind die Auszahlungen für Four Deuces und Five of a Kind – sie sind die klarsten Indikatoren für eine echte Full-Pay-Version.

Strategische Auswirkungen unterschiedlicher Paytables

Verändert sich die Paytable, verändert sich auch die optimale Strategie. Bei Full-Pay Deuces Wild lohnt es sich häufiger, auf Hände mit mehreren Wild Cards zu ziehen, da Four Deuces hoch vergütet wird. In reduzierten Versionen kann eine defensivere Spielweise mathematisch sinnvoller sein.

Professionelle Strategietabellen sind stets paytable-spezifisch. Wer eine allgemeine Deuces-Wild-Strategie auf eine abgesenkte Version anwendet, reduziert die eigene effektive Auszahlungsquote zusätzlich um einen weiteren Prozentpunkt oder mehr.

Die zentrale Erkenntnis lautet: Die Paytable definiert das Spiel. Wer sie versteht, wählt Geräte nicht nach Namen oder Position im Casino, sondern nach Zahlen. Dieser analytische Ansatz unterscheidet spontanes Spielen von disziplinierter Video-Poker-Strategie.

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