Poker-Spielertrends im Oktober

PokerStars vs. GGPoker: Wie sich der Online-Poker-Traffic im Oktober 2026 verändert hat

Im Oktober 2026 wurde der Abstand zwischen PokerStars und GGPoker, zwei der bekanntesten Anbieter im Online-Poker, noch deutlicher. GGPoker baute seine Position sowohl bei Cash Games als auch bei Multi-Table-Turnieren aus, während PokerStars in seinem internationalen Netzwerk einen Rückgang der Spieleraktivität verzeichnete. Branchenstatistiken für die 30 Tage bis zum 12. Oktober zeigten, dass bei GGPoker durchschnittlich 10.143 Spieler gleichzeitig an Cash Games teilnahmen, verglichen mit 2.156 bei PokerStars. Bei Turnieren fiel der Unterschied noch größer aus: GGPoker registrierte mehr als fünfmal so viele tägliche Teilnahmen. Diese Zahlen verdeutlichen eine erhebliche Verschiebung der Wettbewerbsverhältnisse, stellen allerdings keine endgültigen Ergebnisse für den gesamten Kalendermonat dar. Um die Ursachen dieser Entwicklung zu verstehen, müssen Turnierpläne, regionale Spielerpools, saisonale Veränderungen und die praktischen Auswirkungen der Spielerzahlen auf den Pokeralltag berücksichtigt werden.

Spielerzahlen bei PokerStars und GGPoker im Oktober 2026

Die Online-Poker-Traffic-Rangliste vom Oktober 2026 zeigte einen deutlichen Vorsprung von GGPoker gegenüber PokerStars im internationalen Cash-Game-Markt. Im 30-tägigen Berichtszeitraum bis zum 12. Oktober verzeichnete GGPoker durchschnittlich 10.143 gleichzeitig besetzte Cash-Game-Plätze, während PokerStars auf 2.156 kam. Der Unterschied betrug damit 7.987 durchschnittlich belegte Plätze. GGPoker erreichte somit ungefähr das 4,7-Fache der Aktivität seines wichtigsten Konkurrenten. Diese Messwerte beschreiben die durchschnittliche Anzahl gleichzeitig besetzter Plätze an Echtgeld-Cash-Game-Tischen und nicht die Zahl einzelner Kunden. Wer an mehreren Tischen gleichzeitig spielt, kann daher mehrfach in die Statistik einfließen. Da bei konkurrierenden Netzwerken jedoch dieselbe Messmethode verwendet wird, ermöglichen die Ergebnisse einen aussagekräftigen Vergleich der verfügbaren Spielliquidität und des allgemeinen Spielbetriebs.

Besonders aufschlussreich war im Oktober nicht allein die größere Spielerschaft von GGPoker, sondern auch die gegensätzliche Entwicklung beider Anbieter. Der durchschnittliche Cash-Game-Traffic von GGPoker stieg gegenüber dem vorherigen Berichtszeitraum um 8,5 % – von ungefähr 9.345 auf 10.143. PokerStars verzeichnete dagegen einen Rückgang um 5,2 % auf 2.156. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass GGPoker zusätzliche Cash-Game-Aktivität aufrechterhalten konnte, während es PokerStars schwerfiel, das bisherige Niveau zu halten. Kurzfristigere Messungen bestätigten dieses Bild. Der Sieben-Tage-Durchschnitt von GGPoker lag bei 10.164 gleichzeitig aktiven Spielern, während PokerStars 2.035 erreichte. Ein einzelner Berichtszeitraum reicht zwar nicht aus, um einen dauerhaften Markttrend nachzuweisen. Die Kombination aus längerfristigen und wöchentlichen Durchschnittswerten zeigt jedoch, dass der Vorsprung von GGPoker erheblich war und nicht nur auf einen außergewöhnlich besucherstarken Tag zurückging.

Bei der Interpretation dieser Statistiken spielen regionale Unterschiede eine wichtige Rolle. Das internationale Netzwerk von PokerStars umfasst nicht sämtliche Spieler, die die Angebote des Unternehmens weltweit nutzen. PokerStars betreibt zusätzlich getrennte, regulierte Spielerpools, unter anderem für Italien und mehrere europäische Länder. In den Oktoberstatistiken erreichte PokerStars Italien durchschnittlich 701 gleichzeitig aktive Cash-Game-Spieler, was einem Wachstum von 5,9 % entsprach. PokerStars Europa kam auf durchschnittlich 601 Spieler und verzeichnete damit einen Anstieg um 2,4 %. Diese regionalen Verbesserungen standen im Gegensatz zum Rückgang des internationalen Netzwerks. Sie verdeutlichen außerdem, warum es irreführend sein kann, voneinander getrennte Spielerpools ohne weitere Einordnung zu einer weltweiten Gesamtzahl zusammenzufassen. Gesetzliche Vorschriften bestimmen, welche Kunden miteinander spielen dürfen. Deshalb können sich Turnierpläne, Zahlungsmöglichkeiten, Werbeaktionen und die aktivsten Spielzeiten zwischen den einzelnen Netzwerken erheblich unterscheiden. Die internationalen Ranglisten erfassen somit einen wichtigen Teil des Marktes, bilden aber weder sämtliche PokerStars-Kunden noch die gesamte weltweite Pokeraktivität ab.

Cash Games und Turnierteilnahmen: Die wichtigsten Unterschiede

Der Cash-Game-Traffic ist besonders aussagekräftig, weil er die Spieleraktivität unabhängig von den Startzeiten großer Turniere widerspiegelt. Bei Cash Games können Spieler normalerweise einem verfügbaren Tisch beitreten, innerhalb der vorgeschriebenen Grenzen Chips kaufen und den Tisch nach eigenem Ermessen wieder verlassen. Ein dauerhaft großer Spielerpool erleichtert es den Anbietern, Tische mit unterschiedlichen Einsätzen und Spielvarianten bereitzustellen. Die durchschnittlich 10.143 gleichzeitig besetzten Cash-Game-Plätze von GGPoker entsprachen rund 41 % der insgesamt 24.747 Plätze, die im untersuchten Datensatz erfasst wurden. Auf das internationale Netzwerk von PokerStars entfielen ungefähr 8,7 %. Diese Werte beschreiben die Anteile innerhalb der untersuchten Netzwerke und dürfen nicht als endgültige weltweite Marktanteile verstanden werden. Dennoch verdeutlichen sie den beträchtlichen Größenunterschied zwischen beiden Anbietern. Wer außerhalb der Hauptspielzeiten einen aktiven No-Limit-Hold’em-Tisch sucht, könnte bei GGPoker mehr Auswahl vorfinden. Die tatsächliche Verfügbarkeit hängt allerdings weiterhin von der gewünschten Einsatzhöhe und Spielvariante ab.

Bei den Turnieren fiel der Unterschied noch deutlicher aus. GGPoker registrierte im Berichtszeitraum durchschnittlich 786.266 tägliche Teilnahmen an Multi-Table-Turnieren. Das entsprach einem Anstieg um 19,9 % gegenüber der vorherigen Messung. PokerStars erreichte durchschnittlich 139.994 tägliche Teilnahmen und verzeichnete damit einen Rückgang um 20,5 %. Die Turnieraktivität bei GGPoker war somit ungefähr 5,6-mal so hoch wie im internationalen Netzwerk von PokerStars. Auch die Sieben-Tage-Durchschnittswerte zeigten einen beträchtlichen Unterschied: GGPoker kam auf 886.850 tägliche Teilnahmen, während PokerStars 176.455 registrierte. Turnierteilnahmen dürfen nicht mit der Anzahl einzelner Spieler gleichgesetzt werden, da eine Person durch mehrere Turniere oder erneute Anmeldungen zum selben Wettbewerb mehrere Einträge erzeugen kann. Trotz dieser Einschränkung zeigen die Zahlen, dass GGPoker einen wesentlich umfangreicheren Turnierbetrieb aufrechterhielt und dadurch möglicherweise mehr gleichzeitig laufende Wettbewerbe mit unterschiedlichen Buy-ins und Spielformaten anbieten konnte.

Die gemeinsame Betrachtung von Cash Games und Turnieren ermöglicht eine genauere Einschätzung der Wettbewerbssituation. GGPoker steigerte seinen Cash-Game-Traffic um 8,5 % und die Turnierteilnahmen um 19,9 %. PokerStars verzeichnete dagegen Rückgänge von 5,2 % beziehungsweise 20,5 %. Diese gegenläufigen Entwicklungen zeigen, dass sich die stärkere Performance von GGPoker nicht auf eine einzelne Pokerkategorie beschränkte. Die regionalen Ergebnisse von PokerStars zeichneten allerdings erneut ein differenzierteres Bild. In Italien gingen die Turnierteilnahmen um 8,1 % zurück, während PokerStars Europa ein Wachstum von 4,1 % erreichte. Dies deutet darauf hin, dass regionale Spielgewohnheiten und individuelle Turnierkalender die Ergebnisse beeinflussten. Außerdem sollte zwischen Spieleraktivität, Rentabilität und Kundenzufriedenheit unterschieden werden. Ein Netzwerk kann durch zahlreiche Turniere mit niedrigen Buy-ins mehr Anmeldungen erzielen, ohne dass die Zahl seiner einzelnen Kunden im gleichen Verhältnis steigt. Der Traffic bleibt ein wichtiger Indikator für die Aktivität, sollte jedoch immer im Zusammenhang mit den tatsächlich gespielten Formaten betrachtet werden.

Warum GGPoker zulegte, während PokerStars Spieleraktivität verlor

Einer der deutlichsten Unterschiede zwischen den Wettbewerbern lag in der zeitlichen Planung ihrer Turnierserien. GGPoker startete in den Oktober, nachdem seine WSOP-Turnierserie noch bis zum 29. September 2026 gelaufen war. Die letzten Veranstaltungen dieses Wettbewerbs fielen damit in den rollierenden 30-Tage-Zeitraum, der für die Oktoberstatistiken verwendet wurde. Anschließend begann am 2. Oktober die Bounty-Hunters-Serie, gefolgt von APT Online am 11. Oktober. Diese Abfolge sorgte für ein weitgehend durchgängiges Turnierangebot, verkürzte die Pausen zwischen größeren Veranstaltungen und eröffnete den Spielern zusätzliche Teilnahmemöglichkeiten. Ein umfangreicher Turnierkalender kann dazu beitragen, regelmäßige Aktivität aufrechtzuerhalten, weil Spieler mit unterschiedlichen Interessen und bevorzugten Buy-ins häufiger passende Wettbewerbe finden. Der zeitliche Verlauf dieser Turniere fiel mit den steigenden Teilnehmerzahlen bei GGPoker zusammen. Aus den verfügbaren Statistiken lässt sich jedoch nicht exakt ermitteln, welchen Anteil einzelne Veranstaltungen am Wachstum hatten.

Auch die Beliebtheit leicht zugänglicher Turnierformate hilft dabei, das hohe Teilnahmevolumen bei GGPoker zu erklären. Bei Knockout-Turnieren erhalten Spieler Belohnungen für das Ausscheiden ihrer Gegner. Dadurch entsteht neben der üblichen Preisgeldstruktur ein zusätzlicher Anreiz innerhalb des Wettbewerbs. Turniere mit niedrigen Buy-ins können besonders große Teilnehmerfelder erreichen, weil der anfängliche finanzielle Einsatz vergleichsweise gering ist. Im Oktober erhielt insbesondere ein Ocean-KO-Turnier mit einem Buy-in von 5 US-Dollar Aufmerksamkeit, das ein außergewöhnlich großes Teilnehmerfeld anzog. Solche Veranstaltungen können hohe Anmeldezahlen erzielen, insbesondere wenn erneute Teilnahmen erlaubt sind. Die Größe eines Turniers sagt allerdings nicht automatisch etwas über die Anzahl verschiedener Teilnehmer aus und garantiert auch keinen besseren Gegenwert für den einzelnen Spieler. Entscheidend bleiben das Startgeld, mögliche Kosten für erneute Anmeldungen, die Preisgeldverteilung und die Turnierdauer. Für die Traffic-Analyse sind solche Veranstaltungen vor allem deshalb relevant, weil sie viele Teilnahmen anziehen und möglicherweise auch die Aktivität bei weiteren Turnieren fördern.

Das Wachstum bei den Cash Games deutet darauf hin, dass sich der Aufwärtstrend von GGPoker nicht ausschließlich auf große Turnierfestivals beschränkte. Der 30-Tage-Durchschnitt von 10.143 gleichzeitig aktiven Cash-Game-Spielern lag über dem 90-Tage-Durchschnitt von 9.709. Der Sieben-Tage-Wert erreichte sogar 10.164. Diese Ergebnisse weisen auf eine zuletzt stärkere Aktivität im Vergleich zum längerfristigen Durchschnitt hin. Eine höhere Turnierbeteiligung könnte indirekt dazu beigetragen haben, indem mehr Spieler den Poker-Client nutzten und einige davon zusätzlich an Cash Games teilnahmen. Weitere mögliche Einflussfaktoren sind Werbeaktionen, die Verfügbarkeit unterschiedlicher Einsatzhöhen und saisonale Veränderungen der Spielgewohnheiten. Die vorhandenen Zahlen erlauben jedoch keinen direkten Nachweis eines ursächlichen Zusammenhangs zwischen Turnierteilnahmen und Cash-Game-Wachstum. Ebenso wenig belegen sie, dass eine bestimmte Anzahl von Spielern PokerStars verlassen hat, um zu GGPoker zu wechseln. Für solche Aussagen wären individuelle Kunden- oder Kontodaten erforderlich, die aus zusammengefassten Traffic-Berichten nicht hervorgehen.

Wie große Pokerturnierserien die Spieleraktivität beeinflussten

Auch PokerStars organisierte während des untersuchten Zeitraums eine bedeutende Meisterschaftsserie. Die schwächeren Traffic-Zahlen können daher nicht einfach auf das Fehlen bekannter Turniere zurückgeführt werden. Die World Championship of Online Poker 2026, kurz WCOOP, fand im September statt und endete am 30. September. Von den insgesamt 25 Veranstaltungstagen lagen 18 innerhalb des rollierenden Berichtszeitraums für den Oktobervergleich. Bei der Meisterschaft wurden Preisgelder von ungefähr 49 Millionen US-Dollar ausgeschüttet. Damit blieb sie ein wichtiger Bestandteil des Wettbewerbsprofils von PokerStars. Trotzdem verzeichnete das internationale Netzwerk im Vergleich zur vorherigen Messung einen Rückgang der durchschnittlichen täglichen Turnierteilnahmen um 20,5 %. Dieses Ergebnis zeigt, dass ein prestigeträchtiger Wettbewerb mit hohen Preisgeldern nicht zwangsläufig zu einem Anstieg der gesamten Netzwerkaktivität führt. Auch die Teilnahme an kleineren täglichen Turnieren, die Höhe der Buy-ins und die zeitliche Verteilung der Veranstaltungen beeinflussen die Gesamtzahlen.

Die Überschneidung zwischen den Septemberturnieren und den im Oktober veröffentlichten Traffic-Daten ist für eine korrekte Interpretation entscheidend. Die Oktoberstatistiken erfassten nicht ausschließlich Turniere, die ab dem 1. Oktober stattfanden. Stattdessen berücksichtigten sie einen großen Teil des Septembers. Dadurch flossen sowohl die Schlussphase der WCOOP als auch die letzten Veranstaltungen der WSOP-Serie bei GGPoker in denselben Datensatz ein. GGPoker profitierte anschließend vom Beginn zusätzlicher Oktoberturniere, während die WCOOP bei PokerStars bereits abgeschlossen war. Dieser Unterschied in der Terminplanung liefert eine plausible Teilerklärung für die gegensätzlichen Ergebnisse bei den Turnierteilnahmen. Es wäre jedoch unzutreffend, den Rückgang bei PokerStars als eindeutigen Beweis für einen Misserfolg der WCOOP darzustellen. Die veröffentlichten Durchschnittswerte beschreiben die gesamte Netzwerkaktivität und enthalten keine vollständige Aufschlüsselung sämtlicher Anmeldungen zu den einzelnen Meisterschaftsturnieren.

Historische Oktobervergleiche verdeutlichen, wie ungewöhnlich die Entwicklung im Jahr 2026 war. Innerhalb des fünfjährigen Vergleichs des Branchenberichts stellte der Anstieg der Turnierteilnahmen bei GGPoker um 19,9 % die stärkste Oktoberentwicklung seit 2022 dar. Damit wurde auch das Wachstum von 4,4 % aus dem Jahr 2025 übertroffen. Der Rückgang bei PokerStars um 20,5 % war dagegen das schwächste Oktoberergebnis innerhalb desselben Vergleichszeitraums. Bei den Cash Games zeigte sich ein ähnliches Bild. Das Wachstum von GGPoker um 8,5 % übertraf den bisherigen besten Oktoberanstieg von 3,5 % aus dem Jahr 2024. PokerStars verzeichnete mit einem Minus von 5,2 % seine schwächste Oktoberentwicklung im Cash-Game-Bereich während des untersuchten Zeitraums. Diese historischen Vergleiche liefern einen wichtigen Hintergrund, bedeuten jedoch nicht, dass sich dieselben Wachstums- oder Rückgangsraten in den folgenden Monaten fortsetzen werden. Turnierkalender, regionale Marktbedingungen und saisonale Nachfrage können sich zwischen einzelnen Berichtszeiträumen erheblich verändern.

Poker-Spielertrends im Oktober

Was die Traffic-Entwicklung im Oktober 2026 für Online-Pokerspieler bedeutet

Für Cash-Game-Spieler liegt die praktische Bedeutung der Traffic-Zahlen vor allem in der Verfügbarkeit aktiver Tische und geeigneter Gegner. Ein größerer Spielerpool erleichtert es einem Anbieter normalerweise, rund um die Uhr mehrere Tische mit beliebten Einsatzhöhen bereitzustellen. Der deutlich höhere Durchschnitt von GGPoker deutet darauf hin, dass dort während des untersuchten Zeitraums insgesamt mehr Cash-Game-Liquidität vorhanden war als im internationalen Netzwerk von PokerStars. Die Gesamtzahl der aktiven Spieler ist allerdings nur ein Teil der Entscheidungsgrundlage. Wer sich für No-Limit Hold’em mit niedrigen Einsätzen, Pot-Limit Omaha oder spezielle Spielformate interessiert, kann auf sehr unterschiedliche Aktivitätsniveaus treffen. Auch die Hauptspielzeiten spielen eine wichtige Rolle, insbesondere wenn ein Netzwerk Kunden aus mehreren Zeitzonen bedient. Selbst bei einem stark frequentierten Anbieter kann die Auswahl in bestimmten Spielen während ruhigerer Stunden begrenzt sein. Umgekehrt kann ein kleineres Netzwerk für die bevorzugte Variante eines Spielers ausreichend aktive Tische bieten.

Turnierspieler sollten die Teilnehmerzahlen aus einer anderen Perspektive betrachten. Ein Netzwerk mit zahlreichen täglichen Anmeldungen kann häufige Startzeiten, unterschiedliche Turnierformate und Wettbewerbe mit großen Teilnehmerfeldern anbieten. Der Durchschnitt von 786.266 täglichen Teilnahmen bei GGPoker verdeutlicht, dass der gemessene Turnierbetrieb wesentlich umfangreicher war als bei PokerStars mit durchschnittlich 139.994 täglichen Teilnahmen im internationalen Netzwerk. Eine höhere Teilnehmerzahl bedeutet jedoch nicht automatisch bessere Bedingungen bei jedem einzelnen Turnier. Die Höhe des Buy-ins, die Blindstruktur, die Regeln für die späte Anmeldung, mögliche Re-Entries und die Verteilung der Preisgelder bleiben wichtige Kriterien. Ein Turnier mit einem großen Teilnehmerfeld kann ein beträchtliches ausgeschriebenes Preisgeld bieten, gleichzeitig aber starke Konkurrenz und eine lange Spieldauer mit sich bringen. Spieler, die kleinere Teilnehmerfelder oder bestimmte Turnierstrukturen bevorzugen, können deshalb bei beiden Anbietern geeignete Angebote finden. Die Oktoberstatistiken zeigen Unterschiede im Teilnahmevolumen, stellen jedoch keine allgemeingültige Bewertung der Turnierqualität oder des individuellen Spielerlebnisses dar.

Die erweiterten Ranglisten zeigen außerdem, dass der Wettbewerb im Online-Poker längst nicht nur zwischen PokerStars und GGPoker stattfindet. CoinPoker erreichte im Oktober durchschnittlich 2.057 gleichzeitig aktive Cash-Game-Spieler und lag damit lediglich 99 hinter dem internationalen Netzwerk von PokerStars. WPT Global folgte mit 1.793, während Winamax in seinem südeuropäischen Netzwerk durchschnittlich 1.194 verzeichnete. Bei den Turnieren ergab sich eine andere Wettbewerbsreihenfolge. Winamax erreichte durchschnittlich 355.949 tägliche Teilnahmen und lag damit vor dem internationalen Netzwerk von PokerStars. Diese Unterschiede verdeutlichen, dass einzelne Anbieter in bestimmten Bereichen besonders erfolgreich sein können, ohne in anderen Kategorien dieselbe Position einzunehmen. Regionale Zugangsbeschränkungen bestimmen zusätzlich, welche Spiele den einzelnen Kunden tatsächlich zur Verfügung stehen. Internationale Traffic-Ranglisten sind deshalb besonders hilfreich, wenn sie gemeinsam mit dem Wohnsitz, den bevorzugten Pokerformaten und den konkreten Bedingungen eines zugänglichen Anbieters betrachtet werden.

Kann GGPoker seinen Vorsprung gegenüber PokerStars behaupten?

Die Oktoberergebnisse bestätigten einen erheblichen Vorsprung von GGPoker. Aus den verfügbaren Daten lässt sich jedoch nicht ableiten, ob die starken Wachstumsraten dauerhaft anhalten werden. Der Online-Poker-Traffic verändert sich abhängig von Turnierkalendern, Werbeaktionen, Arbeits- und Schulzeiten, Feiertagen sowie saisonalen Spielgewohnheiten. Im Herbst nimmt die Nutzung von Freizeitangeboten in Innenräumen in mehreren wichtigen Pokermärkten häufig zu, wobei die tatsächlichen Auswirkungen regional unterschiedlich ausfallen. Im Oktobervergleich 2026 verzeichnete eine einheitlich betrachtete Gruppe von 16 etablierten Cash-Game-Netzwerken zusammen ein Wachstum von 5,0 %. Dies war der stärkste Oktoberanstieg innerhalb des fünfjährigen Vergleichs im Bericht. Das Ergebnis deutet darauf hin, dass der Gesamtmarkt günstige Bedingungen erlebte und nicht allgemein rückläufig war. GGPoker wuchs somit während einer Phase steigender gemessener Marktaktivität, während sich das internationale Netzwerk von PokerStars entgegen dieser allgemeinen Entwicklung bewegte.

PokerStars verfügt weiterhin über Eigenschaften, die sich nicht allein anhand der Traffic-Ranglisten beurteilen lassen. Die langjährige Geschichte des Unternehmens im Online-Poker, bekannte Meisterschaftsserien wie WCOOP und SCOOP sowie separate regulierte regionale Angebote bleiben wichtige Bestandteile seiner Wettbewerbsposition. Die am deutlichsten messbaren Vorteile von GGPoker waren im Oktober dagegen der größere internationale Spielerpool, die stärkere Turnierbeteiligung und das positive Wachstum in beiden wichtigen Spielkategorien. Die zukünftige Entwicklung wird unter anderem davon abhängen, wie zuverlässig beide Anbieter auch außerhalb ihrer größten Turnierserien regelmäßige Aktivität aufrechterhalten können. Neue Turnierkalender, Änderungen der Wettbewerbsstrukturen, regionale Lizenzierungsentscheidungen sowie die Zusammenlegung oder Trennung einzelner Spielerpools könnten die kommenden Ergebnisse beeinflussen. Deshalb ist es sinnvoller, mehrere aufeinanderfolgende Berichtszeiträume anhand einheitlicher Messmethoden zu vergleichen, als aus den Ergebnissen eines einzigen Monats eine endgültige Prognose für die Marktentwicklung abzuleiten.

Der Oktober 2026 bestätigte einen deutlichen Unterschied zwischen dem gemessenen internationalen Traffic von PokerStars und GGPoker. Während der 30 Tage bis zum 12. Oktober verzeichnete GGPoker durchschnittlich 10.143 gleichzeitig aktive Cash-Game-Spieler und 786.266 tägliche Turnierteilnahmen. PokerStars erreichte im gleichen Zeitraum 2.156 beziehungsweise 139.994. GGPoker steigerte seine Aktivität in beiden Kategorien, während PokerStars Rückgänge hinnehmen musste. Dadurch entstand einer der ausgeprägtesten Unterschiede innerhalb des historischen Oktobervergleichs. Die Zahlen belegen, dass GGPoker während des untersuchten Zeitraums die stärkere internationale Position einnahm. Sie stellen jedoch weder endgültige Ergebnisse für den gesamten Kalendermonat dar noch beweisen sie einen direkten Wechsel von Spielern zwischen den beiden Anbietern. Für die Spieler bleiben vor allem die Verfügbarkeit geeigneter Cash Games und Turniere sowie die jeweiligen Teilnahmebedingungen entscheidend. Weitere Vergleiche auf Grundlage einheitlicher Messmethoden werden zeigen, ob sich der deutliche Abstand aus dem Oktober zu einem längerfristigen Trend entwickelt.

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